Bremser Handschin schnell

März 1996

Erfolgreicher Amriswiler in Reichs Bob-Team

Die zweite Bob-Saison als Pilot gehört für Christian Reich zusammen mit seinem Amriswiler Bremser Thomas Handschin der Vergangenheit an. Eine lange und harte, aber auch erfolgreiche Saison. Mit der ersten SM-Medaille als Pilot und der WM-Teilnahme konnten die gesteckten Ziele klar gemacht werden.

Die erste Saisonhälfte war geprägt durch die vielen Trainingsfahrten und die Europacup-Einsätze. Die guten Europacup-Resultate (5./3./5./4.) zeigten deutliche Fortschritte gegenüber dem Vorjahr.

Mit dem Berger Nüssli

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass das Reich-Bob-Team zumindest am Start ein nicht zu unterschätzender Gegner darstellt. Ein erstes Exploit gelang dem jungen Team an den EM/WM-Selektionsrennen vor Weihnachten in Innsbruck (A). Das 2er- und das 4er-Rennen konnten durch Chrigel Reich, den Berger Markus Nüssli, Roger Graber und dem Amriswiler Thomas Handschin gewonnen werden.

So kurz vor den Schweizer Meisterschaften kam diese Moralspritze natürlich gerade rechtzeitig.

Schnelle Starter

Zusammen mit den Teams von Reto Götschi und Fredy Steinmann konnten Chrigel Reich und Thomas Handschin Anfang Januar den ersten Schweizer Vereinsmeister im 2er-Bob für den Bobclub Zürichsee nach Hause fahren. Die 2er-Schweizer-Meisterschaften beendeten Chrigel Reich und Thomas Handschin auf dem sehr guten 3. Rang. Dies obwohl sie nach dem ersten Lauf noch auf Platz 7 lagen. Mit Laufbestzeit im zweiten Lauf konnten jedoch vier Ränge gut gemacht werden. Die erste SM-Medaille wurde Wirklichkeit. Zudem konnten die beiden noch den Starterpreis für die schnellsten Startzeiten in Empfang nehmen. Im 4er-Rennen zeigte sich klar die noch fehlende Routine mit dem grossen Schlitten. Mit dem 6. Rang wurde aber auch hier das gesteckte Saisonziel erreicht.

Erster Weltcup Einsatz

Die guten Leistungen in den Selektionsrennen zeigten ihre Wirkung: Das Reich-Bob-Team kam zu seinem ersten Weltcup-Einsatz auf der schweren Bahn von Cortina. Reich und Handschin konnten trotz eines Patzers im ersten Lauf das gesteckte Ziel, einen Rang zwischen 10 und 29, mit dem 16. Rang klare erreichen. Die Europameisterschaften in St. Moritz stellten den ersten Einsatz an einem internationalen Grossanlass dar. Reich vermochte leider die hervorragenden Trainingsleistungen nicht ins Rennen umzusetzen, der 13. EM-Rang lässt sicher aber trotzdem sehen.

WM-Selektion verpasst

Der letzte Saisonhöhepunkt bildete die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Calgary (Kanada). Auch dort wieder sensationelle Trainingsleistungen, aber im Selektionsrennen gegen Rohner gelang Reich nichts mehr und Rohner alles. Quasi als Trostpflaster durfte das Duo Reich/Handschin im Rennen als Spurbob ran. Sie zeigten, zwar ausser Konkurrenz, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen ist.

Gesamthaft fällt sehr positiv auf, dass das Reich-Bob-Team am Start immer bei den Schnellsten ist. Wenn dann noch die Routine an den Steuerseilen da ist, wird das Team auch international vorne mithalten können.